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Manuelle Lymphdrainage

 
 

Das Lymphsystem spielt eine wichtige Rolle bei der Gewebsdrainage, da sie überschüssige Gewebsflüssigkeit und Abfallstoffe in die Lymphgefäße ableitet. Ist der Lymphabfluss behindert, kommt es zum Lymphödem.

 
 
Die manuelle Lymphdrainage dient zur Anregung der Lymphgefäße. Mittels spezieller Griffe wird der Fluss der Lymphflüssigkeit gesteigert. Die Behandlung beim Pferd ist besonders effektiv da das Unterhautfettgewebe sehr dünn ist. Hier können also auch die tief verlaufenden Lymphgefäße angeregt werden. Der Stoffwechsel wird angeregt und Giftstoffe schneller abtransportiert. Die Behandlungsdauer beläuft sich je nach Fall auf eine halbe Stunde täglich und einen Behandlungszeitraum von 1 bis 2 Wochen.

Einsatzgebiete:
• chronische Phlegmone (Ödemreduktion und Volumenabnahme)
• posttraumatische Schwellungen (schnellerer Abtransport von Entzündungsprodukten und Exsudat)
• postoperative Schwellungen (Verbesserung des Gewebemilieus, Beschleunigung der Wundheilung)
• Schwellungen der Sehnenscheiden, Gelenke und Schleimbeutel
• Inaktivitätsödeme (angelaufene Beine)
• venöse Stauungsödeme
• Hochleistungssportpferde (Forcierung des Laktatabtransportes im Muskel)

Nicht anzuwenden bei entzündlichen Erkrankungen und akuten Phlegmonen, da hier die Gefahr der Verteilung der Krankheitserreger im Körper über das Lymphsystem besteht.